wfv im Dialog mit dem FV Langenargen

24.10.2018

Unter dem Motto „Den Vereinen Gehör verschaffen“  führte der Württembergische Fußballverband (WFV) in Zusammenarbeit mit dem Fußballbezirk Bodensee im Vereinsheim des FV Langenargen  (FVL) seinen 85.  „Vereinsdialog“ durch. Der 1. Vorsitzende des FVL, Werner Dillmann, sowie Schriftführer Günther Bretzel, hatten in gut drei Stunden einiges über den Verein zu berichten. Ebenso gab es zahlreiche Fragen, gerichtet an die angereisten wfv-Gäste um wfv-Präsident Matthias Schöck, Geschäftsführer Ralf Gabriel, Abteilungsleiter Oliver Deutscher sowie Nuri Saltik (Bezirksvorsitzender), Bernd-Stefan Bender (Bezirksjugendleiter) und Gustav Ichters (DFBnet-Beauftragter des Bezirks).

 „Wir führen im Jahr ca. zwölf Vereinsdialoge durch. Basis dafür sind die Ergebnisse aus dem Amateurfußballkongress des Deutschen Fußballverbandes, dessen Ziel es war, Maßnahmen zu beschließen, den Amateurfußball zu stärken“, sagte Matthias Schöck in seinen einleitenden Worten.

Der Württembergische Fußballverband habe aus dem Ergebnis des Kongresses eine Reihe von Handlungsfeldern definiert, zu denen neben Fragen der Kommunikation auch die Entwicklung des Spielbetriebs und das Handlungsfeld „Vereinsservice“ gehöre.

Die Vereinsführung des FVL äußerte klare Vorstellungen wohin es mit dem aktuell 341 Mitglieder zählenden Verein in Zukunft gehen soll. Der letzte Saison geglückte, sportliche Aufstieg in die Kreisliga A war dabei ein nicht ganz unwesentlicher Mosaikstein. Auch das bevorstehende 100-jährige Vereinsjubiläum in zwei Jahren wirft seine Schatten voraus. Günther Bretzel lobte die Zusammenarbeit mit dem wfv ausdrücklich. Sei es mit der Geschäftsstelle, der Passstelle oder dem Bezirk. Der wfv zeige sich stets flexibel und offen für Neues, wie z.B. bzgl. der Einführung eines Zweitspielrechts für Studenten oder dem erlaubten Wiedereinwechseln in der Kreisliga B. Auch habe die Digitalisierung vieler Routinevorgänge dafür gesorgt, die Arbeit der Ehramtlichen in den Vereinen zu erleichtern.

Ganz klar positionierten sich die FVL-Vertreter gegenüber der wfv-Delegation in Sachen „Gewalt und Sicherheit“ auf Amateursportplätzen. Die Vereinsvorsitzenden erklärten, sie selbst setzen sich bei Heimspielen für Fair Play und Respekt ein. Die gemachten Erfahrungen zeigen, dass Deeskalation auch in der Kreisliga gelingen kann. „Als Vereinsvorsitzende müssen wir an dieser Stelle vorangehen“. Dillmann und Bretzel wünschen sich, dass mehr und mehr Vereine diesbezüglich sensibilisiert werden und ebenso konsequent handeln.

Dass die fragwürdige Vorbildwirkung von Spielern und Verantwortlichen der Profiligen sich negativ auf das Verhalten in den unteren Ligen auswirke, wurde ebenfalls diskutiert. WFV-Präsident Matthias Schöck  machte den FVL-Vertretern aber wenig Hoffnung auf eine Änderung. Sehr wohl werde er aber das Thema bei einem der nächsten Treffen mit Bundesligisten zur Sprache bringen.

Dass das „Staubsauger-Prinzip“ einiger Großvereine der Bodenseeregion bezüglich junger Talente nicht immer zielführend ist, belegte der Verein damit, dass von 24 in den letzten Jahren abgewanderten Spielern heute kein einziger höherklassig spielt. Hier wünschte man sich eine größere Sensibilität seitens der aufnehmenden Vereine, sehr wohl man sich beim FVL bewusst ist, dass herausragende Talente ihren eigenen Weg nach oben finden und auch gehen sollen.

Im weiteren Verlauf des Dialogs zeigten die wfv-Vertreter dem Verein Möglichkeiten auf, um den in naher Zukunft bevorstehenden, personellen Umbruch in der Vereinsleitung, sowie was die künftige Arbeitsweise innerhalb der Vereinsführung anbelangt, vorzubereiten. Der Leitsatz „Beim FVL bin ich gerne!“ soll unweit des Sees nämlich weiterhin Gültigkeit besitzen und im täglichen Umgang miteinander von der nächsten Fußballer/innen-Generation mit Leben erfüllt werden.

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